Schlagopfermonitoring

Das Schlagopfermonitoring ist eine Methode zur Bewertung der Fledermausmortalität an genehmigten Windkraftstandorten, an denen schutzwürdige und schlaggefährdete Fledermausarten nachgewiesen wurden. Dabei handelt es sich um eine systematische Suche, bei der Flächen in einem Mindestradius von 100 Metern um jeden Mast auf geschlagene Fledermäuse gesichtet werden. Um eine Abtragrate geschlagener Tiere durch Beutegreifer zu ermitteln, werden Mäusekadaver ausgebracht und in den darauffolgenden Suchtagen kontrolliert.

Beim Tod an Windrädern wird ein Teil der Fledermäuse durch die direkte Kollision mit Turbinenstrukturen geschlagen, ein anderer Teil fällt einem Barotrauma zum Opfer – eine Verletzung, die durch stark schwankende Luftdruckverhältnisse an den Rotorenblättern entsteht. Die sackartigen Lungen der Fledermäuse können sich bei plötzlichem Unterdruck so stark ausdehnen, dass die Lungenbläschen platzen und angrenzende Blutgefäße reißen, die Tiere verbluten innerlich. Milde Barotraumata sind nicht sofort tödlich, die Tiere können noch bis zu mehrere Stunden weiterfliegen bevor sie den Verletzungen erliegen. 

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