Mauersegler

Apus apus

Aussehen

Der Mauersegler wird oft mit einer Schwalbe verwechselt, ist jedoch nicht näher mit dieser verwandt. Der Schwanz ist relativ kurz und gegabelt, die Flügel hingegen relativ lang. Das Gefieder ist braun-schwarz und an der Kehle hat es einen weißen Fleck. Mauersegler sind ungefähr 17 cm groß, mit einer Flügelspannweite von rund 40 bis 44 cm und wiegen ca. 40 Gramm. Das Gewicht ist jedoch stark schwankend und abhängig vom Ernährungszustand. Männchen und Weibchen lassen sich äußerlich nicht unterscheiden.

Mauersegler sind sehr gesellige Vögel und brüten in Kolonien.
Im Flug sind die Flügel des Mauerseglers sichelförmig.

Verbreitung und Lebensraum

Mauersegler kommen zur Brutzeit in weiten Teilen der Paläarktis vor, zum Überwintern fliegen sie ins mittlere bis südliche Afrika. Sie sind ausgesprochene Langstreckenzieher und befinden sich außerhalb der Brutsaison für bis zu 10 Monate in der Luft. Sie sind ausgezeichnet an diese extremen Bedingungen angepasst: Aufgrund ihres Körperbaus kann der Mauersegler sehr schnell und wendig im Gleitflug fliegen und vorhandene Thermik nutzen. In diesen 10 Monaten befinden sie sich zu 99% in der Luft, sie fliegen also auch nachts.

Biologie und Lebensweise

Mauersegler sind sehr gesellige Vögel und brüten in Kolonien. Außerdem sind sie sehr ruffreudig und ihr hohes und schrilles „srieh srieh“ kann man oft an Sommerabenden hören.

Ursprünglich brütete der Mauersegler in Felsnischen, heute jedoch, als Kulturfolger, an mehrgeschossigen alten Steinhäusern und gerne auch Kirchtürmen.

Die Balz zeigt sich durch das Flugverhalten, bei dem sich zwei Segler in kurzem Abstand verfolgen. Sie sind mindestens eine Brutsaison monogam, oft jedoch sogar über viele Jahre hinweg. Am Brutplatz singen Männchen und Weibchen oft im Duett. Ursprünglich brüteten sie in Felsnischen, heute jedoch, als Kulturfolger, an mehrgeschossigen alten Steinhäusern und gerne auch Kirchtürmen. Moderne Häuser mit einer glatten Fassade bieten jedoch keine Brutmöglichkeiten. Sehr selten brüten Mauersegler auch auf Bäumen. Das Gelege besteht aus 2 bis 4 Eiern, die abhängig von der Witterung zwischen 18 und 27 Tage bebrütet werden. Die frisch geschlüpften Küken sind nackt und blind und werden nach 38 bis 56 Tagen flügge, auch diese große Zeitspanne ist witterungsbedingt. 

Mauersegler sind ungefähr 17cm groß, mit einer Flügelspannweite von rund 40 bis 44 cm und wiegen ca. 40 Gramm.

Sie ernähren sich von Insekten und Spinnen, die sie ausschließlich in der Luft erbeuten. Die natürlichen Feinde sind vor allem der Turmfalke und der Baumfalke, die die Mauersegler direkt aus der Luft erbeuten können. Seltener wird er von Eulen wie dem Uhu angegriffen. In den Bruthöhlen können Wiesel und Steinmarder zur Gefahr werden. Die Mauersegler-Lausfliege (Crataerina pallida) ist ein auf diese Art spezialisierter Parasit, der sich vom Blut der Vögel ernährt und sie so erheblich schwächen kann. Mauersegler können bis zu 20 Jahre alt werden. 

Gefährdung

Der Mauersegler ist in seinem Bestand derzeit nicht bedroht.

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