Rohrweihe

Circus aeruginosus

Aussehen

Die Rohrweihe gehört zu den Habichtverwandten.

Die Rohrweihe gehört zu den Habichtverwandten. Sie wiegt 400 bis 730 Gramm und ist von der Schnabelspitze bis zum Schwanzende 43 bis 55 cm groß. Damit ist sie fast so lang wie der Mäusebussard. Die Rohrweihe ist allerdings schlanker, besitzt einen längeren Schwanz und schmalere Flügel. Das Weibchen der Rohrweihe ist größer und schwerer als das Männchen. Das Weibchen hat einen cremefarbenen Kopf und Kehlfleck, einen braunen Rücken mit cremefarbenen Flecken auf den Flügeln, einen braunen Bauch und gelbe Beine. Das Männchen der Rohrweihe ist insgesamt dunkelbraun, hat eine cremefarbene Kopfkappe und einen braunen Rücken und Bauch. Die Mittelflügel sind silbergrau, die Flügelspitzen sind schwarz und der lange gerade Schwanz ist gräulich.

Verbreitung und Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa bis Zentralasien, wobei sie in Afrika und auf dem indischen Subkontinent überwintert. In Deutschland gilt sie als Zugvogel und brütet vorwiegend in Nord- und Ostdeutschland. Es werden offene Landschaften mit Seen oder Flüssen mit dichtem und hohem Röhrichtbestand als Habitate genutzt. Gelegentlich wird auch in Getreide- oder Rapsfeldern gebrütet.

Biologie und Lebensweise

Als Nahrungsquelle dienen vor allem kleine Vögel, Säugetiere, Amphibien, Fische und Aas, und während der Brutzeit Nestlinge, Küken und Eier anderer Vögel.

Die geschlüpften Küken der Rohrweihe sind nach 38 bis 40 Tagen flügge.

Die Brutzeit geht von April bis Juni, wobei das Männchen mehrere Nestplattformen im dichten Röhricht für das Weibchen baut von denen es sich eine als endgültigen Standort aussucht. Es wird eine monogame Saisonehe zwischen ihnen eingegangen. Das Weibchen legt einmalig im Jahr vier bis fünf Eier, welche 31 bis 36 Tage bebrütet werden. Die geschlüpften Küken sind schließlich nach 38 bis 40 Tagen flügge. Das bekannte Höchstalter der Rohrweihe liegt bei 16 Jahren und acht Monaten. 

Gefährdung

Gefährdet ist die Rohrweihe durch Lebensraumveränderungen und Lebensraumverluste, welche durch Regulierungen von Fließgewässern, Grundwasserabsenkungen und Entwässerungen verursacht werden. Die Folge ist das Trockenfallen und das Verschwinden der Schilfgebiete, welche essentiel für die Fortpflanzung und für die Nahrungssuche sind. Weitere Gefährdungen in Bezug auf die Brutstandorte und die Nahrungsgrundlage stellen die intensive Landwirschaft, der Einsatz von Bioziden und Störungen dar.

Das Männchen der Rohrweihe ist insgesamt dunkelbraun, hat eine cremefarbene Kopfkappe und einen braunen Rücken und Bauch. Die Mittelflügel sind silbergrau, die Flügelspitzen sind schwarz und der lange gerade Schwanz ist gräulich.

Zum Schutz und zur Förderung der Rohrweihe werden Maßnahmen zur Wiedervernässung trockengefallener Schilfgebiete durchgeführt. Zum Beispiel durch die Anlage von neuen Tümpeln werden neue Lebensräume geschaffen. Flussniederungen, Schilfgebiete und extensiv genutztes Feuchtgrünland und die Schaffung von Ruhezonen dienen ebenfalls als nachhaltige Schutzmaßnahmen.

In Deutschland gilt die Rohrweihe als ungefährdet und nach der IUCN gilt sie als „least concern“ nicht gefährdet.

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