Wiedehopf

Upupa epops

Aussehen

Der Wiedehopf ist die einzige Art der Familie der Wiedehopfe (Upupidae) und hat ein unverwechselbares Aussehen. Er ist mit 25 bis 29 cm in etwa so groß wie eine Drossel und hat einen langen, leicht gebogenen Schnabel. Sein Kopf, seine Brust und der Bauch sind orange-braun, seine Flügel schwarz-weiß gestreift. Seine Schwanzfedern sind schwarz mit einer weißen Querbinde. Am auffälligsten ist seine große aufstellbar Kopfhaube. Diese ist ebenfalls orange-bräunlich gefärbt, mit schwarzen Federspitzen. Sein lateinischer Name ist von seinem Ruf abgeleitet, der wie „hup-up-up“ klingt. 

Der Wiedehopf ist die einzige Art der Familie der Wiedehopfe (Upupidae) und hat ein unverwechselbares Aussehen.

Verbreitung und Lebensraum

Es werden neun Unterarten unterschieden, die jeweils unterschiedliche Verbreitungsgebiete haben. Die Brutgebiete der Nominalform befinden sich fast im gesamten Europa, über Asien bis nach Nordindien mit Ausnahme der britischen Inseln und Skandinavien. Der Wiedehopf ist sowohl ein Standvogel, als auch ein ausgeprägter Langstreckenzieher. Die europäischen Populationen überwintern südlich der Sahara. In Deutschland kommt er nur regional und vorwiegend in Ostdeutschland vor. Der Wiedehopf bevorzugt extensiv bewirtschaftete Kulturlandschaften warmtrockener Klimate. 

Biologie und Lebensweise

Der Wiedehopf brütet in Baumhöhlen, Steinhaufen oder -mauern, in Erdhöhlen oder auch Nistkästen. Während der Brutsaison lebt er monogam. Das Weibchen legt 6 bis 9 Eier, die zwei Wochen bebrütet werden. Währenddessen wird es vom Männchen mit Nahrung versorgt. Nach einem knappen Monat sind die Nestlinge selbstständig. 

Der Wiedehopf ernährt sich von größeren Insekten, aber auch Wirbellosen wie Regenwürmern, sowie kleinere Wirbeltiere wie Eidechsen. Zu seinen Prädatoren gehören hauptsächlich Greifvögel, aber auch Marder oder Füchse. Zur Abwehr produziert die Mutter und die Jungtiere ein stinkendes Sekret in seiner Bürzeldrüse, das auf Feinde gespritzt wird. Der Wiedehopf kann bis zu 10 Jahre alt werden. 

Gefährdung

Der Bestand ist in Deutschland stark gefährdet, hier brüten zwischen 310 und 460 Paare. Zu den Hauptursachen zählen die Intensivierung der Landwirtschaft, der Verlust von extensiv genutzten Wiesen und Weiden als Lebensraum und ein Rückgang der Brutmöglichkeiten, z.B. durch die Fällung alter Bäume mit geeigneten Höhlen. 

Der Wiedehopf ist sowohl nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL), als auch nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) eine streng zu schützende Art. Er steht auf der Roten Liste in Kategorie 3 – gefährdet.

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