Kornweihe

Circus cyaneus

Aussehen

Die Kornweihe gehört zu den Habichtverwandten. Sie ist 42 bis 55 cm groß, 300 bis 700 Gramm schwer und kompakter als die Wiesenweihe. Das Männchen ist insgesamt blaugrau mit breiten, schwarzen Flügelspitzen. Im Vergleich ist das Weibchen braun gefiedert, besitzt einen weißen Bürzelfleck und einen eulenartigen Gesichtsschleier.

Das Männchen der Kornweihe ist insgesamt blaugrau mit breiten, schwarzen Flügelspitzen.
Kornweihe Männchen
Das Weibchen der Kornweihe hat einen eulenartigen Gesichtsschleier.
Kornweihe Weibchen

Verbreitung und Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich in der gemäßigten Paläarktis, wobei die Kornweihe in Deutschland nur noch auf den Ostfriesischen Inseln brütet. Als Habitate werden Moor- und Heideflächen, Buschland, Verlandungszonen und Küstendünen genutzt.

Biologie und Lebensweise

Die Kornweihe gehört zu den Habichtverwandten. Sie ist 42 bis 55 cm groß und 300 bis 700 Gramm schwer.

Das Männchen wirbt mit schnell keckernden Balzrufen um das Weibchen und zeigt Schauflüge mit Sturzflügen, Drehungen und plötzlichen Wendungen. Häufig hat das Männchen bei den Balzflügen Beute dabei, die es anschliessend an das Weibchen übergibt, worauf dann die Paarung folgt. Kornweihen gehen meist eine monogame Saisonehe ein. Sie sind Bodenbrüter, gebrütet wird alleine und gelegentlich auch in lockeren Gruppen. Die Brutzeit geht von April bis Juli, die Brutdauer beträgt 29 bis 31 Tage und das Gelege besteht aus vier bis fünf Eiern. Die geschlüpften Küken werden nach 31 bis 42 Tagen flügge. Das bekannte maximale Alter der Kornweihe liegt bei 17 Jahren und einem Monat.

Als Nahrungsquelle dienen Mäuse, bevorzugt die Feldmaus, aber auch Kleinstvögel. Wie andere Weihen jagen Kornweihen über offenem Gelände überwiegend im niedrigen Suchflug. Die Beute wird dabei am Boden aus kurzer Distanz überrascht und gegriffen.

Gefährdung

Gefährdet ist die Kornweihe durch Veränderungen und Verlust des Lebensraumes durch die Intensivierung der Landwirtschaft, Überweidung, Flurbereinigung und der Entwässerung von Grün- und Feuchtgebieten.

Das Kornweihen Weibchen besitzt einen weißen Bürzelfleck.

Zum Schutz und zur Förderung der Kornweihe werden Maßnahmen zum Erhalt der ursprünglichen Bruthabitate in Feuchtgebieten, Mooren und Streuwiesen durchgeführt. Zudem werden Brachflächen und Randstreifen in geeigneten Regionen eingerichtet und mögliche Störungen verringert.

In Deutschland hat der Bestand in den letzten drei Jahrzehnten stark abgenommen, daher ist die Kornweihe in Deutschland vom Aussterben bedroht. Der Weltbestand wird nach der IUCN als nicht gefährdet („least concern“) eingestuft.

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