Kreuzkröte

Epidalea calamita, Synonym: Bufo calamita

Mit einer Körperlänge von 4 bis 8 cm und einem Gewicht von ca. 20g ist die Kreuzkröte die kleinste heimische Krötenart.

Die Kreuzkröte verdankt ihren Namen der hellen Linie, die mittig über ihren Rücken, also über ihr Kreuz, verläuft. Der Rücken ist hell und von einer olivgrünen Marmorierung durchzogen. Die Hautoberfläche ist trocken und warzig. Die großen Warzen sind manchmal rötlich gefärbt. Mit ihren kurzen Hinterbeinen springt die Kreuzkröte selten, sondern läuft ähnlich einer Maus. Mit einer Körperlänge von 4 bis 8 cm und einem Gewicht von ca. 20g ist sie die kleinste heimische Krötenart.

Ihre eigentlichen Primärlebensräume sind Sand- und Kiesbänke entlang von unregulierten Flussläufen oder Überschwemmungstümpel. Aufgrund von Eingriffen in die Gewässerläufe werden diese Habitate immer seltener. Als Sekundärbiotope nutzt die Art Sand- und Kiesgruben, Dünenlandschaften oder auch Truppenübungsplätze. 

Tagsüber versteckt sich die Kreuzkröte im Boden. Nachts erbeutet sie Insekten wie Käfer, Ameisen, Spinnen und Fliegen. Zwischen April und Juni hält sie sich in der Umgebung der Laichplätze auf: sehr flache und sonnige Kleinstgewässer, die somit möglichst frei von Fressfeinden und Pflanzenbewuchs sind. 

Die Pupillen der Kreuzkröte (Epidalea calamita) sind waagerecht elliptisch, Iris zitronengelb bis grün.
Pupillen sind waagerecht elliptisch, Iris zitronengelb bis grün.
Die Kreuzkröte verdankt ihren Namen der hellen Linie, die mittig über ihren Rücken, also über ihr Kreuz, verläuft. Die großen Warzen sind manchmal rötlich gefärbt.
Die großen Warzen sind manchmal rötlich gefärbt.

In der Dämmerung rufen die Männchen meist im Chor um Weibchen anzulocken, die Rufe sind bis zu 2 km weit zu hören. Die Entwicklung vom Ei zur Jungkröte dauert meist zwischen 4 und 12 Wochen, aber auch 17 Tage sind als Minimalzeit möglich. Diese Anpassung ist nötig, da die flachen Gewässer rasch zur Austrocknung neigen. 

Mit ihren kurzen Hinterbeinen springt die Kreuzkröte selten, sondern läuft ähnlich einer Maus.

Die Kreuzkröte kommt in allen Bundesländern vor, jedoch ist ihre Verbreitung lückenhaft und unstet. Sie ist insbesondere durch Primärhabitatverluste, infolge von Küstenschutz- und Hochwasserschutzmaßnahmen bedroht. Doch auch ihre Sekundärlebensräume nehmen aufgrund von Verlandung und Sukzession (Verbuschung) ab. Weitere Faktoren sind die Absenkung des Grundwasserspiegels, der Einsatz von Dünger und Pestiziden in der Nähe der Laichgewässer sowie klimatische Veränderungen. Die zunehmende Trockenheit, insbesondere im Frühsommer, führt entweder zum Verlust von Laichplätzen oder aber zu einem späteren Ablaichen, infolgedessen die Entwicklung der Larven häufig unvollständig ist. 

Die Kreuzkröte ist sowohl nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL), als auch nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) eine streng zu schützende Art.

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